Unsere Eier kommen von Markus, der quasi der "Junge" ist. Sie haben vor fünf Jahren den Hof, vom Vater, Epp Toni übernommen. Sie nutzen ausschließlich hofeigenes Futter, das sie in der Nähe von Kempten, in Wildpoldsried, produzieren.
Toni hatte bereits vor langer Zeit auf Bio-Hennen umgestellt, und die Jungen haben bei der Übernahme auf Bruderhahn-Biohennen umgesattelt, was ein wirklich toller Entwicklungsschritt ist. Von Markus sind die Eier dann so gestempelt, dass der Name des Bauern direkt auf dem Ei steht – das habe ich vorher noch nie gesehen. Es ist etwas Besonderes, wenn jemand seinen eigenen Namen auf das Ei schreibt.
Sie sind wirklich stolz auf ihre Lebensmittel, besonders auf ihre Eier und das, was sie tun. Das Schöne ist auch, wenn man eine Lage Eier sieht. Ich wiederhole mich, aber auch da geht mir wieder das Herz auf, weil es einfach bunte Eier sind: weiße, hellbraune, dunkelbraune – einfach durcheinander, wie sie kommen. Ich habe ihm gesagt, er soll sie auch nicht sortieren. Wenn sie so gemischt sind, machen sie direkt einen ganz anderen Eindruck, zum Beispiel am Frühstücksbuffet, wenn die Gäste die Eier mitsamt der Schale sehen. Und der Geschmack ist einfach 1a.
Die Eiergrößen folgen dabei der Natur: Am Anfang gibt es kleinere Eier, wenn die Hennen noch wachsen, und später werden die Eier größer – und so beginnt der Kreislauf von vorne. Die Eier kommen eben so, wie sie kommen. Das ist wie beim Fischer, der mit dem Fang kommt, den er aus dem Bodensee geholt hat – ein Durcheinander, aber das darf auch so sein. Von der Stange kann man sich im Supermarkt kaufen. Bei uns haben wir wirklich etwas Besonderes.